Drucken mit Kaltwachs

Drucken mit Kaltwachs
Kaltwachs ist ein vielseitiges Reservierungsmittel. Es ist dickflüssig, etwa wie ein dünner Pfannkuchenteig, und eignet sich sowohl für malerische Techniken (Borstenpinsel, Konturenflasche, Schwammroller) wie auch zum Schablonieren und Drucken mit flächigen Stempeln sowie für Tropfeffekte.Bei dicken oder dicht gewebten Stoffen dringt Kaltwachs nicht vollständig durch das Gewebe. Führen Sie also vor Beginn ihrer Arbeit einen Test durch, um zu sehen, ob das Wachs den Stoff ausreichend gegenüber der Farbe versiegelt.

Kaltwachs wird am besten mit Flachpinsel (Borstenpinsel) aufgemalt, die es in allen gewünschten Breiten gibt. Sehr dekorativ wirken breite, schwungvolle Pinselstriche! Wenn Sie Kaltwachs in einen Liner füllen, können Sie zeichnen oder auch Schrift aufbringen.

Zum Drucken wird das Kaltwachs mit einem Flachpinsel auf den Druckstock aufgetragen. Fein gemusterte Stempel eignen sich nicht, da das
dickflüssige Wachs filigrane Muster zudecken kann. Eindrucksvolle Musterungen können durch flächige Stempel aus Moosgummi, Materialdruck (z.B. Rindenstücke, Kordel usw.) erzielt werden. Effektdrucke mit einem Naturschwamm, Wellpappe und anderen Objekten ergeben geheimnisvolle Strukturen.

Spritzen
Bereits Anfänger haben Erfolgserlebnisse mit Kaltwachs! Spritzen oder träufeln Sie mit einem dicken Pinsel Wachs auf Ihren Stoff und tragen Sie nach dem Trocknen der Wachsmusterung Farbe auf (am besten zuerst einen hellen Ton). Sie können die Farbe direkt über das Wachs streichen. Bei weiteren Durchgängen wird wieder Wachs auf den Stoff gebracht und zum Überstreichen immer dunklere Farben gewählt. So gestalten Sie einen Stoff mit einem harmonisch dunklen Untergrund, aus dem ein attraktives Tropfenmuster in verschiedenen Tönen herausstrahlt.

Schablonieren
Kaltwachs eignet sich hervorragend zum Schablonieren (Stenciltechnik). Tragen Sie das Wachs mit einem Flachpinsel auf. Achten Sie darauf, dass die Schablone dicht auf dem Stoff aufliegt (eventuell ankleben mit einem ablösbaren Sprühkleber), so dass kein Wachs unter die Schablone laufen kann.

Kaltwachs kann mit Seidenmalfarbe für die Dampffixierung eingefärbt werden. Beim Fixieren wandert das geschmolzene Wachs in das Fixierpapier, der Farbanteil dringt in den Stoff und verankert sich dort. Verwenden Sie nicht mehr als 15-20% Farbanteil im Wachs, damit es nicht zu stark verdünnt wird. Mit dem gefärbten Wachs können Sie malen, drucken, spritzen…
Außerdem lässt sich Kaltwachs auch gut mit einem angerührten Verdicker mischen.

Batikoptik
Farbtröpfchen: Lassen Sie das Wachs nach dem Auftrag gut antrocknen. Ist es fest, wird das Wachsmuster mit Seidenmalfarbe übermalt oder (kalt) im Topf überfärbt. Da das Paraffin Wasser abstößt, bleiben beim Färben oder Übermalen winzige Farbperlen auf dem Wachs stehen. Sie sind ein typischer Batikeffekt und ein gefragtes Gestaltungsmittel. Beim Fixieren mit heißem Dampf werden die Tröpfchen punktgenau abgebildet. Falls dieser Effekt unerwünscht ist, werden die Tropfen vor dem Fixieren vorsichtig mit Küchenkrepp abgewischt.die elastischen Flächen von Kaltwachs den Vorteil, dass beim Färben nur selten Wachsteile abplatzen.

Foto und Text von Ideen in Stoff

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